Latham & Watkins unterstützt PROUT AT WORK pro bono bei Positionspapier zur Änderung der Richtlinie Hämotherapie der Bundesärztekammer

Die Beratung von PROUT AT WORK erfolgte unentgeltlich und ist Teil des Engagements von Latham & Watkins bei der Unterstützung von gemeinnützigen Initiativen und Stiftungen.

26. Mai 2020

Latham & Watkins hat die Stiftung PROUT AT WORK bei ihrer Forderung an die Bundesärztekammer und weitere zuständige Akteur*innen zur Änderung und Modernisierung der Blutspende-Richtlinien beraten. Die Beratung bestand insbesondere in der rechtlichen Prüfung sowie dem (Mit-)Entwurf des Positionspapiers. Neben PROUT AT WORK haben sich verschiedene Unternehmen der deutschen Wirtschaft an der Forderung nach einer Modernisierung der Richtlinien beteiligt. Das formulierte Positionspapier finden Sie hier.

Die Richtlinie Hämotherapie besagt in ihren Anforderungen, dass Personen, deren Sexualverhalten ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare schwere Infektionskrankheiten birgt, für eine Dauer von zwölf Monaten von der Blutspende zurückgestellt sind. Diese Regelung gilt insbesondere für alle Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben („MSM“) und führt zu ihrem pauschalen Ausschluss von Blutspenden. Durch die ausschließliche Anknüpfung der Richtlinie an die sexuelle Orientierung kommt es regelmäßig zur Stigmatisierung und Ausgrenzung von schwulen, bisexuellen und trans* Personen, obwohl andere Möglichkeiten und Anknüpfungspunkte zur Verfügung stünden, um ohne pauschale Rückstellung den gleichen Schutz der Gesundheit zu gewährleisten. Deshalb haben sich Unternehmen der Deutschen Wirtschaft mit PROUT AT WORK zusammengeschlossen und fordern eine Änderung der Richtlinie Hämotherapie – gegen Stigmatisierung und für Inklusion.

Die Beratung von PROUT AT WORK erfolgte unentgeltlich und ist Teil des Engagements von Latham & Watkins bei der Unterstützung von gemeinnützigen Initiativen und Stiftungen. Die Mandatierung erfolgte über den gemeinnützigen Verein „Unternehmen: Partner der Jugend“ (UPJ), der als Vermittler fungierte. 

Die PROUT AT WORK-Foundation setzt sich für ein diskriminierungsfreies und offenes Arbeitsumfeld ein, in dem Vielfalt wertgeschätzt und gefördert wird. Das Engagement gilt dem gegenseitigen Verständnis und der Chancengleichheit von Menschen jeglicher sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität und jeden geschlechtlichen Ausdrucks. Als Stiftung für mehr LGBT*IQ-Chancengleichheit am Arbeitsplatz ist die Stiftung Ratgeber für eine Vielzahl von Unternehmen in Bezug auf LGBT*IQ-Diversity.

Diversity & Inclusion ist auch bei Latham & Watkins ein zentraler Teil der Kanzleikultur. Latham & Watkins möchte ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter*innen ihr authentisches Selbst sein können, unabhängig von Nationalität, ethnisch-kultureller Herkunft, Religion, sexueller Identität und Orientierung oder körperlicher Einschränkung. Die vielfältigen Denkweisen, Erfahrungen, Perspektiven und Lebensentwürfe machen Vielfalt der Kanzlei aus, die Latham & Watkins weltweit bereichert und voran bringt.

Latham & Watkins gilt unter den deutschen wie auch internationalen Kanzleien mit seinen Pro-Bono-Aktivitäten als Vorreiter. Gesellschaftliches Engagement ist Kern der eigenen Unternehmenskultur und macht einen bedeutenden Teil der anwaltlichen Tätigkeit der Kanzlei aus. Im Jahr 2019 leistete Latham & Watkins rund 225.000 Stunden unentgeltliche Rechtsberatung. Im Zeitraum von 2000 bis 2019 waren es insgesamt etwa 3,7 Millionen Stunden im Wert von über 1,8 Milliarden US-Dollar.

Das Pro-Bono-Team umfasste Partner Christoph Engeler (Health Care, Hamburg), Associate Henrietta Ditzen (Health Care, Düsseldorf) und Partnerin Anne Kleffmann (Arbeitsrecht, München) sowie Associates Martina Eisgruber (Finance) und Dr. Jonas Menne (Litigation, beide Frankfurt), beide Mitglieder der globalen LGBTQ Lawyers Group von Latham & Watkins. 


 
 
Hinweis: Wir freuen uns über Ihr Interesse an Latham& Watkins. Falls sich dieses auf eine Rechtssache bezieht und Sie nicht bereits ein gegenwärtiger Mandant der Kanzlei sind, bitten wir darum, uns noch keine vertraulichen Informationen zu übermitteln. Bevor wir ein Mandat annehmen können, müssen wir prüfen, ob die Mandatsübernahme zulässig ist, und die dafür geltenden Bedingungen vereinbaren. Bevor dies nicht geschehen ist, wird keine Mandatsbeziehung begründet und es besteht daher auch keine Vertraulichkeitsverpflichtung hinsichtlich der von Ihnen möglicherweise übermittelten Informationen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.